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Wohnen und arbeiten am See

Geschrieben von Pascal Robache | 19.09.2023 10:23:32

Doris Buser arbeitet als Kundenberaterin bei Callpoint und hat einen ungewöhnlichen Wohn- und Arbeitsort. In diesem Interview erzählt sie, wie es zu diesem Standort kam, was für sie wahrer Luxus bedeutet und weshalb sie keine Schneeschaufel benötigt.

Hallo Doris, es ist mir eine besondere Freude, dich zu interviewen. Du hattest und hast ein bewegtes Leben und Spannendes zu erzählen. Wie bist du zu Callpoint gekommen?

Michi Jeger, unser COO, ist mein Nachbar auf dem Campingplatz am Bielersee. Ich hatte früher ein Restaurant mit meinem Mann, irgendwann wurde es uns zu viel und wir haben aufgehört. Daraufhin hat mich Michi gefragt, ob ich bei Callpoint anfangen möchte. Da ich gelernte Telefonistin bin und Callpoint einen sehr guten Eindruck machte, habe ich zugesagt und arbeite seit 2019 als Kundenberaterin.

Interessant. Seid ihr denn immer zur gleichen Zeit auf dem Campingplatz, dass diese Anfrage zustande kam?

(lacht) Ich wohne mit meinem Mann permanent hier. Wir haben die 150m2 grosse Parzelle und das darauf stehende Mobile-Home von meinen Eltern übernommen. Früher waren wir mit unseren zwei Söhnen oft zu Besuch hier. Als sie es 2012 verkaufen wollten, haben wir sofort zugeschlagen.

Und ihr habt dann gleich euren Hauptwohnsitz auf den Campingplatz verlegt?

Nein, der Platz war als Rückzugs- und Erholungsort gedacht. Wir wollten die Restaurant-Ruhetage hier verbringen und uns vom Stress erholen. Als wir den Pachtvertrag gekündigt hatten, haben wir begonnen, das Mobile-Home zu renovieren. In dieser Zeit haben wir beschlossen, permanent hier zu leben und sind im 2014 fix eingezogen.

Das hört sich nach einer grossen Veränderung an. Waren die Einschränkungen nicht enorm?

Im Gegenteil, es war befreiend!

Wie darf ich das verstehen?

Wir haben vorher in einer grossen Mietwohnung gelebt und mussten uns beim Standortwechsel von sehr vielen Dingen trennen. Diese Dinge waren nur Ballast. Man braucht nicht sehr viel, um gut zu leben. Die meisten Dinge, die sich über die Jahre ansammeln, sind kaum in Gebrauch und brauchen nur Platz.

Das ist nachvollziehbar. Ein Leben ohne Luxus also?

Auf keinen Fall! Wir wohnen mitten in der Natur, umgeben von drei Seen. Wir atmen frische Luft, baden in klarem Wasser und werden von Vogelgezwitscher und Grillengezirpe unterhalten. Und wenn abends die frisch gefangenen Eglis auf dem offenen Feuer brutzeln, ist unser Leben perfekt. Das ist wahrer Luxus.

Da könnte man neidisch werden. Dir fehlt also nichts?

Jetzt nicht mehr, ich habe nämlich eine eigene Waschmaschine angeschafft (lacht). Es hat zwar Waschmöglichkeiten auf dem Campingplatz, aber da muss man schnell sein. Diesen zusätzlichen Luxus habe ich mir gegönnt.

Wie hat denn dein persönliches Umfeld auf deinen Umzug reagiert?

Anfangs kam viel Gegenwind, sie dachten, wir ziehen in ein «asoziales» Umfeld. Jetzt, nachdem sie uns öfters besucht haben, verstehen sie, warum wir hier sind.

Du lebst mit deinem Mann auf sehr engem Raum, zudem arbeitest du permanent im Homeoffice. Ist das nicht sehr belastend für eure Beziehung?

So ein Leben kann man nur führen, wenn die Beziehung sehr harmonisch ist und beide Partner ein solches Leben anstreben. Sollte es doch einmal etwas eng werden, hat mein Mann seine kleine Werkstatt und ich meine Leseecke.

Gut gelöst. Letzte Frage: Wie sind denn die Winter am Bielersee?

Sehr mild, ruhig, idyllisch und noch erholsamer als die Sommer. Mein Mann hat im 2015 eine Schneeschaufel gekauft, da es zu dieser Zeit etwas mehr Schnee gab. Wir haben sie seither nicht mehr benötigt.

Spannende Geschichte. Ich bedanke mich herzlich für die Einblicke und möchte dich unbedingt mal besuchen.

Gerne und jederzeit.

 

Interview von Pascal Robache, CGO